Wiener Bühnenverein
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Jelena Popržan für „Die verschissene Zeit" und „Radio Sarajevo"

Nominierung 2026 | Beste Musik

Jelena Poprzan | © Vladimir Pavic
Foto © Vladimir Pavić

Jelena Popržan (Komposition & Musikalische Leitung) für „Die verschissene Zeit“ von Barbi Marković, Uraufführung, Koproduktion des Kosmos Theater mit Splitscreen Entertainment, und (Live-Musik & Komposition) für „Radio Sarajevo“ von Tijan Sila, Österreichische Erstaufführung, Koproduktion des Landestheater Linz mit dem TEATA in der Gumpendorfer

Jelena Popržan ist Bratschistin, aber einmal auf die Theaterbühne gestellt, greift eine solche Bezeichnung längst zu kurz. In „Radio Sarajevo“ am Landestheater Linz hat die Musikerin gleich die ganze Bühne zum Instrument gemacht – mit einer bis in den Schnürboden hinaufreichenden Donnergeige. Gewehrsalven schießt sie später mit der Viola ab. So bringt Popržan im Stück nach dem Roman von Tijan Sila den Sound des (Balkan-)Krieges und den einer ganzen davon geprägten Kindheit und Jugend zum Klingen. Ähnlich wie in „Die verschissene Zeit“ von Barbi Marković im Kosmos Theater Wien, wo sie an der Spielkonsole und als Sängerin die Musik zu einem bestimmenden Ausdrucksmittel macht. Ein Highlight!
Margarete Affenzeller
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